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Katze: Trocken- oder Nassfutter?

Veröffentlicht am 27. Dezember 2020 um 09:36


Ob eine Katze Trocken- oder Nassfutter erhalten soll, beschäftigt viele Katzenbesitzer. Für beide Produktarten gibt es gewisse Vor- und Nachteile, die zu bedenken sind.

 

Grundsätzlich können beide Futtervarianten echte Alleinfutter sein, wie z. B. bei unseren Sanabelle-Produkten. Das bedeutet, dass in der angegebenen Tagesportion (in der Fütterungsempfehlung nachzulesen) alle essentiellen Nährstoffe enthalten sind, welche die Katze benötigt. Lediglich Wasser muss zusätzlich zur Verfügung stehen.

 

Wasser ist auch ein wichtiger Unterschied in beiden Futterformen: Während Trockenfutter nur etwa 8-10 % Feuchte enthält, ist der Feuchte-(=Wasser-) Anteil im Nassfutter viel höher und liegt in unseren Sanabelle Nassfuttersorten etwa bei 80 %. Daher muss eine Katze, die ausschließlich Trockenfutter erhält, nebenher mehr Wasser trinken als eine Katze, die Nassfutter frisst. Das Wasserangebot sollte daher individuell auf die Katze angepasst sein, damit die Wasserquelle möglichst attraktiv ist: Hierbei können verschiedene Napfmaterialien (Wasser, Keramik, Metall, …) oder Napf“arten“ (Trinkbrunnen, flache Schalen, …) ausprobiert werden.

 

Durch den hohen Wassergehalt im Nassfutter bleibt dieses nach dem Öffnen der Dose nicht mehr allzu lange haltbar. Wir empfehlen, das angebrochene Nassfutter mit einem Frischedeckel im Kühlschrank aufzubewahren und innerhalb von zwei Tagen zu verbrauchen (aber bitte nur zimmerwarm füttern, nicht Kühlschrank-kalt!). Trockenfutter hingegen bleibt auch nach Öffnung der Verpackung bei guter Lagerung (dunkel, trocken, kühl) problemlos mindestens 3 Monate lang haltbar. Dies beeinflusst auch das Fütterungsmanagement: Während ein Napf mit Trockenfutter auch im Sommer den ganzen Tag lang offen stehen bleiben kann, um der Katze das artgerechte „snacken“ zu ermöglichen, kann die hygienische Qualität von Nassfutter besonders bei warmen Temperaturen schneller “leiden“.

 

Auch die Nährstoffgehalte unterschieden sich oftmals zwischen Nass- und Trockenfutter. Für die Trockenfutterprodukte nehmen wir einen gewissen Anteil an aufgeschlossenen Kohlenhydratquellen, damit diese als Protein-, Fett- und Phosphor-arme Energiequelle dienen können. Selbstverständlich beachten wir dabei die ernährungsphysiologischen Grenzen, die eine Katze für die Kohlenhydrat-Verdauung hat. Im Nassfutter werden hingegen kaum Kohlenhydratquellen eingesetzt, sodass die tägliche Menge an Protein und Fett höher ist als bei Verwendung von Trockenfuttermitteln. Auch wenn dies für gesunde Katzen eher nachrangig ist, können bestimmte Erkrankungen dazu führen, dass die Menge an Protein und Fett im Futter limitiert werden muss.

 

Wichtig ist bei beiden Futterarten die korrekte Zuteilung der Menge, die wir in unseren Fütterungsempfehlungen nach offiziellen Literaturempfehlungen und Erfahrungen von erfolgreichen Züchtern berechnet haben. Besonders bei frei zugänglichen Näpfen mit Trockenfutter, welches nicht als Tagesration abgewogen wurde, neigen einige Katzen dazu, mehr Futter zu fressen als sie eigentlich benötigen. Durch die dadurch hohe Energiemenge können auch Katzen dick werden.

 

Da es besonders bei Katzen schwierig sein kann, Übergewicht wieder abzubauen, sollte also schon frühzeitig immer wieder die Futtermenge und das Gewicht der Katze kontrolliert werden. Nicht zuletzt sei noch erwähnt, dass es oftmals positiv bewertet wird, wenn Katzen verschiedene Futtersorten und –arten kennen lernen, damit sie im ungünstigsten Fall nicht nur auf eine Sorte geprägt sind. Auch eine kombinierte Fütterung von Nass- und Trockenfutter ist möglich, solange die Katze – und vor allem ihr Magen-Darm-Trakt – an beide Futtersorten gewöhnt ist.


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