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Woran erkennt man eine zertifizierte FFP2-Maske und FFP3-Maske?

Damit eine Atemschutzmaske das CE-Kennzeichen sowie die Kennzeichnung FFP1, FFP2 oder FFP3 tragen darf, muss sie die Prüfvorgaben der Europäischen Norm (EN) 149:2001+A1:2009 (entspricht DIN EN 149:2009-08) erfüllen. Dabei wird unter anderem die Filterleistung und der Dichtsitz der Maske geprüft.

 

CE-Checkliste

Vorsicht vor Fälschungen! Diese Punkte sollten bei einer zugelassenen FFP-Maske erfüllt sein:

  • Auf dem Produkt stehen das CE-Zeichen mit der vierstelligen Kenn-Nummer der Zertifizierungsstelle, die FFP Schutzstufe, die EN-Norm, der Herstellername und die Artikelnummer
  • Eine Konformitätserklärung des Herstellers ist verfügbar, in der Verpackung oder online verfügbar
  • Der Hersteller kann auf Anfrage eine EU Baumusterprüfbescheinigung vorweisen

 

Was bedeutet FFP?

Die "filtering face pieces", partikelfiltrierende Halbmasken - wie FFP-Masken ausgeschrieben auf englisch eigentlich heißen -  wurden ursprünglich als Staubschutzmasken konzipiert. Im Arbeitsschutz sind sie Teil der sogenannten "persönlichen Schutzausrüstung".

Im medizinischen Bereich werden FFP-Masken schon länger eingesetzt. Pflegekräfte oder ärztliches Personal kann sich so schützen, wenn sie erkrankte Menschen behandeln und  eng mit ihnen in Kontakt kommen.

 

Wie funktionieren FFP2-Masken?

Die FFP2-Masken dienen primär dem Eigenschutz des Trägers , wie etwa die Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) deutlich macht. In Tests werden die Masken dahingehend geprüft, wie viel Aerosol und kleinere Tröpfchen einer mittleren Größe von 0,6 Mikrometern durch die Maske gelangen. Ihre Schutzfunktion ist europaweit durch die Norm DIN EN 149:2009-08 normiert. Entsprechend dieser Norm müssen die FFP2-Masken 95 Prozent der Partikel abfiltern. In der Maske befindet sich eine spezielle Filterschicht, welche elektrostatisch aufgeladen ist. So werden nicht nur die größere Partikel abgefangen, sondern auch die deutlich kleineren, aber gefährlichen Aerosol-Tröpfchen aus der Ein- und Ausatemluft entfernt.

Es gibt FFP1, FFP2 und FFP3 Masken, wobei hier die Zahl für die unterschiedliche Filterleistung steht:

  • FFP1 Masken filtern 80% der Schadstoffe in der Atemluft
  • FFP2 Masken filtern 95 % der Schadstoffe und Aerosole
  • FFP3 Masken filtern bis zu 99% der Schadstoffe und Aerosole

Dies ist eine vereinfachte Darstellung der Filterleistung. Um sich vor SARS-CoV-2 zu schützen, muss man mindestens eine FFP2 Maske verwenden.

"Für den Selbstschutz beim Einatmen sind diese Masken also effektiver als Alltagsmasken", sagt Dominic Dellweg, Chefarzt für Pneumologie am Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft. "Die Alltagsmasken müssen überhaupt keiner Norm entsprechen. Und sie variieren in ihrer Filterleistung auch stark", wie Dellweg in einer noch unveröffentlichten Studie zeigte.